Die Jahre 1991-92 Auf zu neuen Gefilden

Das turbulente Jahr ´91 beginnt mit der niederschmetternden Nachricht der Schließung des Vereinslokals aus Altersgründen der Wirtsleute Seebauer. Der neu zu wählende Vorstand hat also neben der Suche eines neuen Vereinslokals auch die Schwierigkeit, einen neuen Ort zum Veranstalten des Maifestes zu finden. Von all diesen Problemen wissend, gehet Michael Hach-Amar als neuer Vorsitzender hervor, 2. Vorsitzender wird Thomas Kessel. Kassiere werden Gerd Schiefbahn und Manfred Fassbender; Schriftführer bleibt weitere 2 Jahre Wolfgang Ohlenhardt. Als Beisitzer fungiert Dieter Hach-Amad und Konrad Bursch. Als neuer Präsident wird Werner Lorbach in sein Amt eingeführt. Der ´89 begonnene Generationswechsel ist nun vollkommend vonstatten gegangen. Am letzten Sonntag im März öffnen das Ehepaar Seebauer letztmals die Pforten ihrer Gaststätte. Mit etwas Wehmut versammelt sich der komplet anwesende JGV ein letztes Mal in seiner bisherigen „Vereinskneipe“. Während eines Abschiedsliedes (komponiert von Hans-Peter Kutz) und dargeboten von den Gründungsmitgliedern, kullert auf beiden Seiten die eine und die andere Träne. Einigen Junggesellen wird erst viel später bewusst, dass man mit der Schließung der Gaststätte Seebauer ein wichtiges Stück der Geschichte des JGV Waldorf verloren hat. Als neues Vereinslokal wird die Gaststätte „Zum Dorfbrunnen“ festgelegt, in der man sich erstmals zur Maiversteigerung ´91 versammelt.

In nur drei Monaten gelingt der neuen Vorstands-Crew unter der Regie von Micky Hach-Amar ein voll gefülltest Festzelt im Gewerbegebiet gegenüber dem Kontra-Markt auf die Beine zu stellen (übrigens ein Grundstück, auf dem sich heute die Fa. Kessel befindet, die uns dieses damals kostenlos zur Verfügung gestellt hat). – Noch heute vielen Dank dafür –

Unter dem Gejohle der Anwesenden kann das Maipaar Thomas Kessel und Anja Langel erstmals in Waldorf in ein Festzelt einziehen. Das Fest wird zum vollen Erfolg und wieder einmal zeigt sich die Flexibilität und Improvistionskunst des Vereins. So werden anfängliche Fehler locker wettgemacht, z.B. ausbleibende Kohlensäure beim Bierverzehr oder Auftauen von Fritten mittels Heizofen in der Sektbar.

Der neue Vorstand hatte seine Bewährungsprobe glänzend bestanden und konnte sich daran machen, Anschaffungen für das nächste Maifest zu tätigen. (Danken kann man an dieser Stelle auch den zelterfahrenen Brüdervereinen aus Hemmerich und Kardorf, die uns im ersten Jahr mit der einen und der anderen Sache ausgeholfen hatten).

Harlingen in Holland war der Zielort der ´91er JGV.Tour, von wo man mittels Segelschiff die Insel Terschelling ansteuerte, wobei doch einige „Hagestolze“ ihre Seetauglichkeit vermissen ließen und ihr „Letzes“ gaben.

Ende des Jahres ´91 heiratet überraschend der alte Junggeselle Peter Ditz doch noch seine Auserwählte. Mit ihm verliert der Verein eine der hervorragenden Persönlichkeiten. Er hat mit seinem Wirken und seinem Bestreben den Verein auch innerhalb der Ortschaft Waldorf fest integriert und bis in die heutige Zeit hinein geprägt. Peter Ditz hat sich um den Verein bleibend verdient gemacht.

Auf dem Maifest ´92 findet die gute Resonanz des vorherigen Maifestes Bestätigung und abermals können die Mairegenten Wolfgang Johnen und Claudia Reber in einem gut besuchten Maifestzelt Einzug halten.

Die 92er JGV-Tour führt den Verein nach Arenal, einem kleinen, beliebten Küstenort auf der Mittelmeerinsel Mallorca, wo die Mitglieder für einige Tage an den zahlreichen, niedlichen Cafés und Erfrischungsständen anzutreffen waren.

Wie in jedem Wirtschaftsunternehmen machen sich im letzten Drittel des Jahres 1992 auch bei uns nach langen Jahren des Aufschwungs und Hochkonjunktur, einige Anzeichen einer leichten Rezession mit kleinen Ermüdungserscheinungen bemerkbar. Dem „Festkomitee“ unter Führung von Konrad Bursch und Norbert Schilling gelang es jedoch schnell, das Junggesellen-Schiff wieder auf den rechten Kurs zu bringen.

Nächste Termine

6Apr
06.04.18 19:00 - 08.04.18 22:00
Junggesellenfest Waldorf 2018
 
 

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